Medienmitteilung
23.08.201214. Basler Preis für Integration geht an zwei Preisträger
Der multikulturelle Kinderchor Kolibri unter der Leitung von Sabine Wöhrle vereint seit zwölf Jahren Kinder zwischen 7 und 10 Jahren unterschiedlichster Nationen aus dem unteren Kleinbasel durch Musik und Gesang und übt und lebt dadurch auf spielerische Weise Integration.
Michel Meier von der Beratungsstelle für Asylsuchende der Region Basel BAS setzt sich seit Jahren für die rechtliche Begleitung von Asylsuchenden ein.
Initianten des Basler Preises für Integration sind die Evangelisch-reformierte und die Römisch-Katholische Kirche Basel-Stadt, Novartis sowie die Christoph Merian Stiftung. Das Preisgeld beträgt insgesamt 15'000 Franken.
In diesem Jahr hat sich die Jury des Basler Preises für Integration entschieden, den Preis zwischen zwei Preisträgern aufzuteilen. In der Vergangenheit wurden vorwiegend Institutionen prämiert, in diesem Jahr war es der Jury jedoch ein Anliegen, auch eine Einzelperson für ihr persönliches Engagement zu würdigen. Eine Verleihung an zwei Preisträger fand bisher nur im Jahr 2005 statt.
Preisträger des Basler Preises für Integration 2012 ist denn einerseits der multikulturelle Kinderchor Kolibri. Geleitet wird dieser seit 12 Jahren von der diplomierten Musikpädagogin Sabine Wöhrle. Oberstes Ziel des Kinderchores ist es, den Kindern eine sinnvolle, friedensfördernde und integrative Freizeitbeschäftigung anzubieten. Mehr als 60 Kinder aus dem unteren Kleinbasel üben wöchentlich in den Chören Kolibri I und Kolibri II Lieder aus ihren Herkunftsländern. Sie stellen sich die Lieder gegenseitig vor und erlernen und erarbeiten diese gemeinsam. Auf diese Weise erfahren sie Sprachen und Bräuche anderer Länder und erleben so ihre jeweiligen kulturellen Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten. Dieses gemeinsame Erarbeiten lehrt die Kinder Achtung, Akzeptanz und Toleranz im Umgang mit anderen, auch unterschiedlichen Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen. Dadurch wird Integration natürlich ge- und erlebt. Und nicht zuletzt – es ist die Musik, die verbindet!
Der zweite Preisträger in diesem Jahr ist Michel Meier, Leiter der Beratungsstelle für Asylsuchende der Region Basel BAS. Die BAS unterstützt, berät und begleitet Personen im Asylverfahren vom Zeitpunkt ihrer Einreise in die Schweiz bis hin zum endgültigen Entscheid über Aufenthalt oder Ausreise. So erhalten Asylsuchende neben einer rechtlichen Beratung und Begleitung durch das komplexe Asylverfahren auch Hilfestellung zu Fragen wie Sprachkursen, Arbeitsintegration, bei familiären und medizinischen Problemen oder bei Abklärungen mit anderen Ämtern. Der definitive Asylentscheid fällt häufig erst nach mehreren Jahren. Für diese Menschen, die so zum Teil jahrelang ohne konkrete Zukunftsperspektiven in der Schweiz verbleiben und wenig Chancen für eine Integration erhalten, ist diese vielfältige Begleitung sehr wichtig. Die BAS ist bereits seit 28 Jahren tätig, und alle Mitarbeitenden leisten einen wichtigen Beitrag. Michel Meier lenkt seit 21 Jahren die Geschicke der Beratungsstelle mit sehr viel Engagement und hat die BAS nach Ansicht der Jury massgeblich geprägt. Im heutigen politischen Umfeld und mit den permanenten Asylgesetzrevisionen ist das keine leichte Aufgabe.
Der Basler Preis für Integration wurde 1999 von der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt, der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt, Novartis und der Christoph Merian Stiftung ins Leben gerufen und wird dieses Jahr zum 14. Mal verliehen. Mit dem Preis werden Engagements ausge-zeichnet, die der Integration und dem friedlichen Zusammenleben unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen in der Region Basel dienen.
Die Jury setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen Basel-Stadt, der Novartis und der Christoph Merian Stiftung sowie Migrantinnen und Migranten.
Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 23. August 2012, um 18.30 Uhr in der Aula des Bläsischulhauses statt. Die Laudationes halten Pfr. Lukas Kundert, Jurypräsident, sowie Samir Redzepagic, Jurymitglied. Der Kinderchor Kolibri wird zu Beginn und zum Schluss des Anlasses singen. Es besteht die Möglichkeit, am Anlass Fotos und Interviews zu machen.
Weitere Auskünfte:
• Pfr. Dr. Lukas Kundert, Jurypräsident, Kirchenratspräsident ERK BS, T 061 277 45 25
• Toni Schürmann, Christoph Merian Stiftung, Kommunikation, T 061 226 33 36
• Sonja Kaiser-Tosin, Präsidentin des Vereins multikultureller Kinderchor Kolibri, T 061 691 16 39
• Michel Meier, Beratungsstelle für Asylsuchende der Region Basel BAS, T 061 264 94 24



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