Pressemitteilung - 16 Ideen fürs Gundeli/Dreispitz prämiert

Medienmitteilung

28.08.2012

16 Ideen fürs Gundeli/Dreispitz prämiert

Joggingroute, Pocket Park, Tauschkasten oder Filmclub? Die Jury des Ideenwettbewerbs "Gundeli denkt" der Christoph Merian Stiftung hat 16 Projekte zur Realisierung ausgewählt. Die Stiftung stellt für die Umsetzung 250'000 Franken zur Verfügung.

Im vergangenen März hat die Christoph Merian Stiftung den Ideenwettbewerb "Gundeli denkt" lanciert, bei dem Bewohnerinnen und Bewohner des Gundeli eigene Projekte für ein attraktiveres Quartier vorschlagen konnten. Bis zum 15. Juni 2012 sind bei der Stiftung 75 Projektideen eingegangen. Die Jury konnte eine grosse Bandbreite guter Ideen diskutieren und hat sich die Auswahl nicht leicht gemacht. Nun hat sie 16 Projekte prämiert, das heisst zur Realisierung vorgeschlagen.

Die öffentliche Prämierung findet am Samstag, 1. September 2012, um 16 Uhr in der Halle D, Oslo-Strasse 12, im Kunstfreilager Dreispitz statt.

Die ausgewählten Projekte (vgl. auch www.gundelidenkt.ch) spiegeln die Vielfalt des lebendigen Quartiers. So soll etwa der Gundeli-Tauschkasten eingerichtet werden, eine Art überdimensionaler offener Schrank im Eingang zum Rietschi-Areal, bei dem jeder nicht mehr Gebrauchtes bringen und anderes holen kann. In einem nachbarschaftlichen Solidaritätsprojekt unterstützen sich ältere Menschen und Eltern bzw. Alleinerziehende gegenseitig bei der Alltagsbewältigung, Kinderbetreuung und Pflege. Die Jury unterstützt weiter die Idee eines Pocket Parks an der Gundeldingerstrasse zwischen der Alterssiedlung Gundeldingerhof und dem Brunnmattschulhaus und hat dazu einen Beitrag an ein partizipatives Planungsverfahren bewilligt. Weiter sollen öffentlich ausgezeichnete Joggingrouten durchs Gundeli und Bruderholz und eine Sitzecke im Grünen an der Kreuzung Güterstrasse/Laufenstrasse realisiert werden. Um die Liesbergermatte besser zugänglich zu machen, soll beim Projekt Offene Liesbergermatte das bestehende Geländer an der Güterstrasse zu Sitzgelegenheiten umfunktioniert werden.

Bei Good Life Gundeli, einem transkulturellen Projekt zur Steigerung der Lebensqualität, unterstützen die "Gundeli Angels", Freiwillige aus allen Bevölkerungsgruppen, Projekte und Aktionen, die das soziale Miteinander fördern. Vernetzung ist auch die Idee, die hinter dem Urban Knitting von "Wool and the Gang" steht, wo gemeinsam Gestricktes temporär den öffentlichen Raum schmücken wird. Das Projekt Babycity bietet Eltern mit Babys und Kleinkindern via Web Orientierungshilfen für den Alltag im Quartier.

Für Kinder soll beim Projekt Open Sunday Gundeli in den Wintermonaten immer am Sonntagnachmittag eine Turnhalle für Spiel und Bewegung geöffnet werden. Mit einem Planungskredit wurde die Idee des Spiel- und Lernparks St. Margarethen bedacht, bei dem im Margarethenpark verschiedene Projekte im Bereich Bewegung, Erlebnis und Spiel in der Natur geprüft werden sollen. Generationenübergreifend wird beim Projekt Generationengärten Gundeli gearbeitet, wo Schulklassen gemeinsam mit Bewohner/innen von Altersheimen aus dem Gundeli Hochbeete mit Kräutern und Gemüse anlegen und pflegen. Bei Olla comùn kochen jeweils samstags Frauen und Männer aus verschiedenen Ländern ein für ihre Heimat typisches Mittagessen zugunsten eines sozialen Projekts. Die Finanzierung eines Vorprojekts (u. a. Standortsuche) wurde für die Idee Futtern wie bei Muttern bewilligt, die bekannten und beinah vergessenen Gerichten der älteren Generation zu neuer Ehre verhilft: Senior/inn/en und ein jüngeres Kernteam kochen und servieren gemeinsam.

Für kulturelle Bereicherung im Gundeli sorgt der Filmclub Gundeli, der einmal monatlich eine Filmvorführung mit Diskussionsrunde organisiert. Und beim Interkulturellen Theaterprojekt können Interessierte aller im Gundeli lebenden Bevölkerungskreise in einem Theaterkurs gemeinsam ein Stück erarbeiten und zur Aufführung bringen.

Ziel des Partizipationsverfahrens ist nicht nur, gute Projekte fürs Quartier umzusetzen, sondern es geht ebenso darum, die Vernetzung und Beteiligung der Quartierbevölkerung zu fördern.

Für die prämierten Projekte, die in Abstimmung mit der Verwaltung und nach den entsprechenden Bewilligungsverfahren im Jahr 2013 realisiert werden sollen, hat die Christoph Merian Stiftung 250'000 Franken zur Verfügung gestellt.

Weitere Auskünfte:
Flavia Grossmann, Christoph Merian Stiftung, Projektleiterin, Telefon 061 226 33 74
Monika Wirth, Christoph Merian Stiftung, Projektleiterin, Telefon 061 226 33 09
Toni Schürmann, Christoph Merian Stiftung, Kommunikation, Telefon 061 226 33 36
 

Prämierte Projekte_Gundeli denkt.pdf (55 KB)

Einladung Wegbeschreibung Prämierung Gundeli denkt.pdf (116 KB)


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